Montag, 17. August 2015

Vergessene Taschen Sew-Along Woche 2

Dies Woche geht es bei Fabulatoria um Lillesol & Pelle Taschen.

Naja, Taschen... ich habe eine - Lillesol.
Ehrlich gesagt weiß ich noch nichtmals warum, weil eigentlich haben mir die Designbeispiele nicht wirklich umgehauen, mal ganz abgesehen davon, dass es nur 4 gab, aber Sucht ist Sucht und E-Books kann man ja eigentlich nicht genug haben!
Hinzu kam, dass nicht alle Schnittteile aufgemalt waren. Ja, es sind nur vierecke, ja, die kann man ganz einfach selbst malen... ABER ich mag das nicht. Ich mag jeden einzelne Viereck ausschneinden und abmalen und mich nicht mit Lineal und Stift rumschlagen. Zumindest die Option wäre schön, dann hätte ich die Wahl zwischen ausschneiden oder selbst malen.

Aber jetzt habe ich die Gelegenheit genutzt und mich doch mal ans Nähen gemacht.... und ich finde das Ergebnis einfach großartig! Auch wenn ich mir die Vierecke selbst malen musste.
Außen habe ich endlich mal Snappap vernäht. Ein bisschen störrisch ist es ja schon, aber es letztendlich sieht es wirklich toll aus.

Anstatt des Gürtels habe ich eine Schleife gemacht. Ich fand meine Idee innovativ... bis ich am Ende des E-Books gelesen habe, dass da schon andere drauf genommen sind.
Außerdem gibt es anstatt Metallringen für die Träger hübsche Stoffschlaufen.
Natürlich habe ich das E-Book vor dem nähen einmal ganz durchgelesen und nicht nur Bilder geschaut - wie immer ;o)...

Auch habe ich keinen teilbaren Reißverschluss genommen. Ich hatte ihn nur am Meter da, finde ich aber nicht schlimm.

Die Falten werden mit Snaps geschlossen, oder auch nicht.

Ich denke, das wird nicht die letzte Lillesol sein, die ich nähe, manchmal täuscht der erste Eindruck dich gewaltig!

Dienstag, 11. August 2015

Tag 7: Neapel/Italien

Einen letzten Reisetag bin ich noch schuldig! Nun ist es schon etwas her, aber auf geht es nach Neapel:

Dieser Tag war nicht mein Tag. Nicht, dass er nicht toll war, es war nur einfach nicht mein Tag.

Neapel, bekannt durch Pizza, Vesuv und Pompeji. Ich allerdings habe den Ausflug zum weniger bekannten Herculaneum unternommen. Wie Pompeji durch den Ausbuch des Vesuvs 79 n.C. verschüttet, allerdings deutlich weniger besucht und damit nicht so überfüllt bzw. auf Touristen ausgerichtet.

Mein Tag begann allerdings um kurz vor 7, als ich feststellte, dass mein Kabinensafe nicht mehr zu öffnen war. Dort war natürlich mein Geld, Ausweis, etc. drin. Eben alles was ich für den Ausflug brauchte.
Also die Rezeption anrufen um der momentanen intalienischen Besetzung auf englisch klar zu machen, dass ich um 8 einen Ausflug habe, noch frühstücken will UND MEIN SAFE NICHT GEHT!!
Italiener sind ja nicht gerade für schnelle Organisation bekannt und nach einem zweiten Anruf kam um halb 8 auch "schon" die Zuständige mit einer "Mastercard"... die den Safe allerdings auch nicht öffnete worauf hin diese mir mitteilte, dass der Safe nicht geht.
Ach.

Sie kündigte also einen Herren von der Schiffstechnik an.
Der auch nach wenigen Minuten tatsächlich recht schnell kam... und mit seiner "Mastercard" versuchte den Safe zu öffnen. Überraschenderweise ging der Safe nicht auf und er teilte mir, diesmals auf englisch, mit, dass der Safe nicht geht.
Wirklich??

Praktischerweise habe er aber die Bohrmaschine schon dabei, so konnte er direkt den Safe unter Anwendung einer Schablone aufbohren - und schon hatte ich meine Sachen!

Nur so einfach wollte er mich nicht zu meinem wohverdienten Frühstück lassen. Es muss natürlich ein neuer Safe eingebaut werden - den hatte er nicht dabei, natürlich musste ich dabei bleiben.
Wieder warten, zwischenzeitlich war es 7:40 Uhr. Treffen zum Ausflug weiterhin 8:00 Uhr UND ICH HATTE MITTLERWEILE HUNGER!!!
7:50 Uhr war dann auch der neue Safe eingebaut und ich konnte endlich FRÜHSTÜCKEN gehen.
Zum Glück kann ich schnell essen und stand um 8:00 Uhr abholbereit vor den roten Bussen.

Natürlich gab es wieder die obligatorische kurze Panoramatour durch Neapel mit diversen Herzinfarkten, weil die italienische Fahrweise sehr kontaktfreudig ist. Aber man gewöhnt sich an alles.

Schließlich kamen wir in Herculaneum an und haben uns die Ausgrabungen ersmal von oben angesehen.


Der Rand der Stadt war früher der Strand, mittlerweile liegt der Strand 500 m weiter vorne. An der Stelle, von der aus wir die Stadt von oben ansehen konnten hätten wir also zum Zeitpunkt des Vesuv-Ausbruchs im Meer unter der Stadt gestanden, statt einige Meter über den Dächern.

Der Vesuv lag allerdings den ganzen Tag hinter den Wolken, bis auf einen kurzen Moment, den ich schnell für ein Foto ausgenutzt habe.

Mein Tischnachbar hat einen Ausfug auf den Vesuv unternommen, er sagte, er hätte super Sicht gehabt und keine Wolken - sogar durch Fotos bewiesen. Das war merkwürdig.

Von unserem Aussichtspunkt über der Stadt haben wir auch die alten Hafenhäuser gesehen, dort haben die Menschen zusammen auf Hilfe/Schiffe gewartet, die teilweise auch kamen und viele Menschen gerettet haben.


Zu der Zeit war Pompeji schon verschüttet, weshalb Herculaneum gewarnt war. Einige haben es jedoch nicht mehr zu den Schiffen geschafft und wurden in den Hafengebäuden verschüttet. Dort liegen sie immer noch.

Herculaneum an sich war wirklich modern. Es gab ein funktionierendes Abwassersystem, fließend Wasser in den Häusern und viele McFastfoods in denen die Einwohner in der Mittagspause essen gingen - und das vor fast 2000 Jahren!!


Allerdings sahen die McFastfoods etwas anders aus als heute, vermutlich war das Essen auch etwas gesünder in diesen Krügen.

Das Frischwassersystem bestand zum Teil aus Bleirohren, was wohl auch nicht unbedingt gesund war.

Es gab Läden,

Behörden,

Wohnhäuser - auch mehrstöckig,


ein öffentliches Bad mit Sauna und Sportplatz,



einen Tempel...


und natürlich Schilder, wie z.B. dieses. Auf dem sind die "aktuellen" Weinpreise zu sehen

1/2 Liter Wein für eine Münze, 1 Liter für 2 Münzen, 1/2 guter Wein für 3 Münzen und 1 Liter guter Wein für 4 Münzen.

Mein Lieblingsschild aber ist dieses:

Zusammengefasst steht da so viel wie wen freie Bürger auf die Straßen pinkeln kostet das eine hohe Geldbuße, wenn Sklaven das tun werden sie umgebracht.

Und das war nur der kleine Teil (weniger als 1/4), der bisher ausgeraben und für alle zugänglich ist.

Weil die Führerin wiederum wirklich toll war und alles ausführlich erklärte, alle Fragen beantworten konnte und sich richtig Zeit genommen hat, war es ein super toller und interessander Ausflug. Selbst das Wetter hat uns für die Zeit verschont. Der Regen hat erst angefangen, als wir schon längst wieder auf dem Schiff waren.




An diesem Abend wollte auch auch mal wieder ins Theater, es sollte eine Zaubershow geben. Zauberer finde ich toll - schon immer! Die Abende davor waren eher von Musik für etwas ältere Mitreisende geprägt, daher habe ich die Abende anders verbracht, aber Zauberer ist toll.... dachte ich. Der Zauberer hatte leider nur zwei Tricks gelernt.
Nr. 1: Seine Assistentin verschwinden lassen
Nr. 2: Sich selbst verschwinden lassen (leider nicht für lange)


Nach dem 3. sich selbst verschwinden lassen habe ich das Theater etwas frühzeitiger als geplant verlassen und den Abend mit meinen Tischnachbarn an der Bar verbracht. Da habe ich auch was verschwinden lassen, meistens in flüssiger Form aber immer ohne Alkohol!

In der Nacht hieß es dann schon Sachen packen und Koffer zur Abholung bis 2 Uhr in der Nacht vor der Kabine bereit stellen.
Und weil es eben nicht mein Tag war, habe ich mir beim Koffer vor die Kabinentür stellen den gesamten Nagel von meinem großen Zeh abgerissen. Die Kabinentür war stärker als mein Zehnagel. Die Stunde danach habe ich damit verbracht, mich zu bemühen, keine Blutflecken zu hinterlassen.
Heute, gut 9 Monate später, ist er schon wieder fast nachgewachsen, erinnert mich aber immer an den Urlaub...

Weiter geht es noch mit Tag 8: Savona/Italien bis Zuhause




Montag, 10. August 2015

Vergessene Taschen Sew-Along Woche 1...

... bei Fabulatoria und das heißt: Farbenmix!

Vor zwei Jahren kam die erste Taschenspieler CD raus. Damals war ich zugegebenermaßen nur mäßig begeistert. Die Designbeispiele haben mich alle nicht so richtig angesprochen und überhaupt brauche ich ja nicht noch mehr Taschen... dachte ich.
Das hat sich irgendwie komplett geändert als letztes Jahr die zweite Taschenspieler CD raus kam. Weil die Beispiele fand ich fast alle toll und überhaupt brauchte ich auf jeden Fall mehr Taschen!!

Nun gab es die beiden CDs im Paket also waren beide recht schnell die meinen. Dabei blieb es dann auch erstmal bis so viele morgens zu Emma frühstücken gingen. Ja, das hat Spaß gemacht, damit fing die Sew-Along-Sucht an und es kam endlich etwas Leben in den Blog.
Genäht habe ich sie alle - allerdings nur die 12 Taschen der zweiten Taschenspieler CD. Nummer 1 ist bisher weitestgehend ungenutzt.
Das hat sich jetzt etwas geändert. Ich habe mich für den Kosmetikkoffer entschieden.


Ja, ich mag ihn. Recht schnell genäht und macht echt was her. Ich denke, es kommen noch ein paar mehr davon. Wenn ich nicht gerade Schiffchen vernähe, bin ich auch ein ziemlicher Fan von Apfel-Stoff. Allein schon wegen der Wortspielerei gibt es kaum was besseres als Apfeltaschen!


Vielleicht schaffe ich diese Woche noch den König, ich habe auf jeden Fall schon zugeschnitten.

Ach, habt Ihr eigentlich schon meinen neuen Aufruf zum besonderen Probenähen auf Facebook gesehen? Schaut mal rein, es ist ein "blindes" Probenähen und bis Donnerstag könnt Ihr noch mitmachen!

Montag, 3. August 2015

Vergessene Taschen Sew-Along!!

YEAH! Endlich!!

Letztes Jahr konnte ich einige Taschen beim Taschenspieler Sew-Along nähen. Darauf warte ich dieses Jahr schon lange. Aber keine neue Taschenspieler-CD, kein neuer Taschen Sew-Along... bis jetzt!

Bei Fabulatoria startet endlich ein neuer Sew-Along und zwar für die vergessenen Taschen-E-Books.

Da habe ich einige. Ein tolles Beispiel hier oder da und zack! Neues E-Book liegt schon im Warenkorb. In den Zeiten von PayPal und Sofortdownload ist das ja auch unheimlich praktisch. Gesehen, gekauft, gezahlt, gedruckt... und dann muss man ja auch noch schneinden und kleben. Da hängt es zum ersten Mal bei mir. Schneiden geht schnell... kleben nicht so.

Viel besser wird es bei der Stoffwahl nicht. Der Stoff mit diesem? Lieber der Andere... oder ganz anders? Oder gar neu kaufen???
Das ist der Erste Mal dass der Schnitt/das E-Book in der Ecke landet.

Irgendwann ist die Stoffauswahl erledigt, das Zuschneiden geht dann wieder relativ schnell... wenn da das Vlies nicht wäre. Welches, auf welches Teil. Halte ich mich an die Empfehlung oder mache ich es anders? Wenn ja, wie...

Am aller schlimmsten für mich - es folgt das (auf)bügeln... ich hasse bügeln. Ich putze lieber 3 Mal Fenster als zu bügeln.

Meine aller ersten Taschen vor vielen Jahren habe ich deswegen ohne Vlies und bügeln genäht, aber mit fortschreitendem Können kommt man einfach nicht mehr vorbei - am Vlies und am bügeln. Sonst wirds einfach nicht so hübsch wie man will.

Oft liegen aber meine Teile zugeschnitten und ungebügelt ersteinmal eine Weile rum - werden zu UFOs (UnFertige Objekte). Dann zu vergessenen....

Aber nun kommt die Abhilfe vom 10.08. - 13.09.
Wer ist dabei?