Mittwoch, 31. Dezember 2014

Schätzchen... Stoff-Schätzchen

Jedes Jahr wieder im Dezember der beste Adventskalender ist für mich der von Farbenmix. 
Keine Gewinne, keine Rabatte (keine Menschen, die bei Rabattaktionen in den "Lostopf hüpfen"), kein Neid, wenn man nicht gewonnen hat, einfach jeden Tag ein Stück mehr Tasche nähen.

Dieses Jahr also das Stoffschätzchen. Natürlich habe ich vorher geschaut wie sie denn aussieht aber ich konnte mich einfach nicht für ein Schäztchen entscheiden. Wie viele Stoffe bekommt man in das Fensterchen? 


Ich habe mich also für das Sticken entschieden. Ein Stickschätzchen also. Was passt besser zur Vorweihnachts-, Weihnachts und Nachweihnachtjahreswechselzeit? "Don't Panic"! (Douglas Adams, Per Anhalter durch die Galaxis)


Und weil mir gestern mein Staubsauger implodiert ist und ich drigend einen Neuen brauchte, weshalb ich mich heute! noch in einen Laden begeben musste... passte "Don't Panic" wie A...Popo auf Eimer.



Ich finde sie sooooooo toll!!!


In diesem Sinne: Frohes Neues Jahr!

Dienstag, 30. Dezember 2014

Pauline aus Stoff und Liebe

Wie immer kam Weihnachten vollkommen überraschend und unerwartet an, rauschte an mir vorbei, hinterließ auf seinem Weg Tonnen Schoki und schon war es wieder weg. 

Endlich habe ich wieder Zeit um für mich zu nähen... naja fast. 
Wäre da nicht der Stoff & Liebe Sew Along für diese tolle Kindergartentasche Pauli(ne)


So endet dieses Jahr auch so, wie es angefanden hat - mit einem Sew Along.
Ich habe schon ein Geschenk auf Vorrat und kann  mich jetzt wirklich den Rest des Jahres nur noch um mich kümmern... vielleicht... oder ich finde noch einen Sew Along...

Sonntag, 7. Dezember 2014

Bee Miss Wave Prinzessin Molyn!... oder so

Aktuell habe ich drei Lieblingsschnitte, zwei nur für große Mädchen (also für mich) und einer ist für alle.

Wenn ich denn gerade dazu komme etwas für mich zu nähen führt kaum ein Weg an Lieblingsschnitt Nr. 1 vorbei:
BeeWave von BeeKiddi in allen Kragenvarianten, am liebsten aber mit dem großen weiten Kragen. Man könnte es fast als Sucht bezeichnen und auch mein diesjähriges Weihnachtsoutfit konnte einfach nur eine BeeWave sein.
In Kombination mit der Stoffwelten EP Eddy Elch hat diese BeeWave auf jeden Fall Lieblingspullipotenzial!

Passend dazu darf Lieblingsschnitt Nr. 2 nicht fehlen:
Prinz(essin)en-Büx von Hilli Hiltrud oder eben Lieblingshose mit Füßen - wie ich sie nenne. Nun hat der Stoff für eine ganze Strumpfhose nicht mehr gereicht, Aber Strümpfe erfüllen fast den selben Zweck. Mal sehen, ob ich sie vor Weihnachten nochmal ausziehen werde...

Zu guter Letzt musste ich die relativ neue Miss Molyn von KillerTasche endlich testen.
Der Schnitt war das Letzte, was ich vor meinem Urlaub unbedingt kaufen musste und seither lag er etwas einsam herum. Nach dem Test jetzt ist die Miss auf jeden Fall momentaner Lieblingsschnitt Nr. 3 und ich habe den festen Vorsatz alle Versionen und Kombis durchzuprobieren!
Ein Paar Stoffschätzchen wie die Stoffwelten Äpfel-EP habe ich noch und die wollen langsam unter den Rollschneider.

Blöderweise habe ich jetzt so tolle Sachen nur für mich genäht und meine Weihnachtsgeschenkeproduktion hinkt dermaßen hinterher, dass es schon zeitlich ziemlich eng wird...

Freitag, 5. Dezember 2014

Tag 5: La Valetta/Malta

Als es am Anfang der Reise auf dem Schiff hieß, Tunis geht nicht - wir fahren nach Malta - haben mich zugegebenermaßen meine Erdkundekenntnisse kurzfristig ziemlich im Stich gelassen.
Auf Tunis war ich mehr oder weniger vorbereitet, ich wusste wo das ist, was die für Sprachen sprechen und das passende Zahlungsmittel hatte ich auch dabei.

Aber Malta? Da tauchten doch einige Fragen auf. 
Wo ist Malta? 
Wozu gehört Malta? Ist das vielleicht doch ein eigenes Land? 
Und was sprechen die da bitte? 
Einkaufen? Europa? Euro??

Einiges konnte ich dann doch noch aus den hintersten Ecken meines Hirns rauslocken. 
Malta musste irgendwo unter dem Fußball/Sizilien sein, nicht weit, weil da fängt ja auch schon fast Tunesien an. 
Aber gehört Malta noch zu Italien und wie ist das mit dem Euro??
Euro war ein gutes Stichwort weil das Malteserkreuz auf einer Euromünze hatte ich schon ein paar Mal in der Hand. 
Das löste dann auch meine beiden Fragen. 
Malta = eigenes Land weil eigene Bilder auf den Euro-Münzen = Zahlungsmittel Euro (wie ich später erfahren habe seit 2008).
Ich war stolz auf mich! 
Das mit der Sprache war dann auch erstmal egal, sicherheitshalber habe ich dann wieder einen Ausflug vom Schiff aus gebucht - auf deutsch. "Mdina und Mosta" sollte es sein.

Im Gegensatz zu dem Erklärbär in Marseille war diese Führerin sogar richtig super. 
Von Malta hatte ich vorher keine Vorstellung, aber schon der Hafen war total niedlich und hübsch.





Vor allem war aber alles, was ich von Malta gesehen habe sehr sehr sauber und ordentlich. 

Im Übrigen wird dort Malti (eine semitische Sprache aus einem arabischem Dialekt oder aber auch eine unglaublich komplizierte Aneinanderreihung von für mich unaussprechlichen Buchstabenkombinationen) und englisch (super) gesprochen. Englisch deswegen, weil es bis Mitte der 60er Jahre eine englische Kolonie war. Aus dem Grund herrscht auch Linksverkehr auf der Insel. Lebensgefährlich wenn man das nicht weiß und über die Straße kommen will - ich habe da jetzt Erfahrung.

Auch sonst ist Malta sehr englisch gemischt mit arabischem Einschlag. Schuluniformen für die Kinder und die typischen roten Telefonzellen und Briefkästen gab es zu sehen allerdings auch viel arabische Architektur.

Mit dem Süßwasser haben sie wohl trotz 4 Meerwasserentsalzungsanlagen ein echtes Problem. Wegen des Windes auf Malta regnet es sehr wenig und Flüsse oder Seen gibt es nicht. Dafür wuchsen überall an den Straßen diese Kakteen mit den Früchten/Kaktusfeigen, die es hier für viel Geld manchmal zu kaufen gibt. 

Ich merke, das wird ein langer Post...

Also nach dem Treffen auf dem Schiff in der Bar Casanova, dem rituellen Aufkleben der Busnummern (wir sind doch alle nur eine Nummer...) auf unsere Kleidung, dem Ausschiffen und dem Kampf um die besten Plätze im Reisebus, der uns zu Mdina und Mosta bringen sollte, ging der Ausflug los.

Eine kurze Tour durch die Gassen von Valetta (Hauptstadt) und nahtlos durch diverse kleinere Orte deren jeweilige Grenzen wohl nur den Einheimischen bekannt sind (fast wie zuhause im Rheinland und Ruhrgebiet) mit den Grundwissen über Malta gab es auf der Fahrt nach Mosta. 
Dort sollte es eine Kirche zu besichtigen geben - katholisch natürlich. Malta ist wirklich sehr katholisch. Das sah man in der Kirche von Mosta auch sofort, wobei diese runde Kuppel auch ein bisschen was von einer Moschee hatte. Da war wieder der arabische Einschlag zu sehen.
Alles in allem ziemlich hübsch.


Ich habe wirklich viel behalten... dieser Dom in Mosta also mit seiner riesen Kuppel wurde 1833 (meine ich und dann für gut 30 Jahre) um die vorher an diesem Platz stehende kleinere Kirche herumgebaut. Die Gottesdienste gingen so lange in der kleinen Kirche weiter, weil so lange Zeit wollten die Einwohner nicht auf eine richtige Kirche verzichten. Erst als der Dom fertig war, wurde die Kirchen im Inneren abgerissen. 



Im 2. Weltkrieg dann haben viele Einwohner von Mosta in der Kirche Unterschlupf gesucht weil Malta wohl sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde und die Menschen dachten, dort seien sie geschützt. Was sich auch als nicht ganz so falsch herausstellte, weil die eine Bombe, die durch die Kuppel gefallen ist, ist nicht explodiert. Die Kuppel hatte nur ein kleines Loch. Verletzt wurde keiner.
Heute ist im Hinterzimmer der Kirche eine Nachbildung dieser Bombe zu besichtigen.
Das Original liegt wohl in irgendeinem Museum. Es wird erzählt, dass der deutsche Pilot, der diese Bombe abgeworfen hat, später Malta und den Dom besuchte und die Malteser lobte, wie originalgetreu sie die zerstörte Kirche wieder aufgebaut haben weil er nicht glauben konnte, dass außer einem Loch in der Kuppel alles heile war.
Der Dom von Mosta war das Eine, es sollte weiter gehen nach Mdina (nein, ich habe das "e" nicht vergessen). Mdina, auch gennant "Die stille Stadt" war füher Maltas Hauptstadt, obwohl dort eigentlich nur gut 200 Menschen wirklich wohnen.


Touristen hingegen werden in Reisebussen oder aber auch Pferdekutschen zu Hauf zur Besichtigung dieser winzigen Stadt auf einem Berg, umrandet von Mauern angekarrt. 
Kann ich verstehen, Mdina ist nämlich wirklich schön und toll zum Gucken.
Mdina betritt man über eine Brücke und durch ein Tor, ein bisschen wie eine Ritterburg. 
Die Gebäude sind aus hellem Sandstein und die Straßen/Gassen sind eng. 
 Eigentlich ist das Autofahren dort verboten, gemessen an den Sprüngen zur Seite um einem Auto auszuweichen gibt es aber einige Ausnahmegenehmigungen. 
Es ging also durch enge Gassen, weite Plätze und ein paar Straßen bis - natürlich - zur nächsten Kirche. Der Kathedrale von Mdina.
Mit einem Turm links und einem rechts und ohne Kuppel ganz anders als die in Mosta. Sowohl auf dem Turm links, als auch auf dem rechts jeweile eine Uhr. Links allerdings zeigt die Uhr nicht die Zeit, sondern das Datum an - wenn man denn in der Lage ist, es zu lesen.

Innen ist - wie schon in Mosta - alles sehr bunt und für meine Begriffe sehr katholisch. Wobei die Führerin erzählte, dass oft vergessen wird, wie viele Sachen aus dem Jüdischen übernommen wurden, so auch das ewige Licht - in der Mitte der Kiche - sowohl im Dom von Mosta als auch in der Kathedrale von Mdina.


Von der Kathedrale aus ging es noch durch den Rest der Stadt, an Teilen der Stadtmauer endlang hatte ich einen tollen Ausblick auf Malta.
 
Weiter zurück zum Bus, der uns wieder zum Hafen und zum Schiff bringen sollte.


  Die Ausfahrt aus dem Hafen vom Malta war früh genug, dass wir noch Tageslicht hatten und ich filmen konnte. Im Nachhinein war das ein riesen Glück weil das wirklich das schönste Ablegen und Ausfahren aus dem Hafen der ganzen Reise war. 
Das Schiff hupte, Menschen auf der Insel standen auf Hoteldächern oder ähnlichem und haben uns zugewunken... das war ganz besonders.

Mit den Eindrücken ging es nach Palermo.






Dienstag, 2. Dezember 2014

Tag 4: Seetag

Eigentlich sollten wir den Seetag für die Fahrt nach Tunis nutzen, aber da es dort wohl nicht sicher genug zum anlegen war, wurde kurzfristig umgeplant und so sollte Malta unser nächstes Ziel sein. 
Für den Seetag war aber von mir aus nichts weiter geplant, ein Ausflug - vielleicht mit dem Schlauchboot wäre wohl eine schlechte Idee gewesen. 

Allerdings lag am Tag zuvor ein Vorschlag für einen "Ausflug" in meiner Kabine. Ein Ausflug auf dem Schiff und zwar in die Decks, in die sonst nur das Personal kommt. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen!
Ich durfte also vom Theater aus, durch 100 Gänge, 50 Treppen, 1000 Türen von der Theater-Umkleide zum Kostümfundus in den für mich speziell interessanten Bereich. Die Schneiderei. 
Allerding muss ich zugeben, ich habe mehr Stoff, vor allem in mehr Farben in meinem Stofflager. Ich weiß nicht ob ich stolz oder besorgt sein soll. Und mehr als 2 Nähmaschinen besitze ich auch. Dafür bin ich aber nicht so gut im Stühle flicken und Vorhänge nähen finde ich auch langweilig.

Weiter ging es durch die Crew-Bar zur Vorführung der Wasser- und Feuerschotts. Sogar die Schiffsfeuerwehr war zur Demonstration der Schotts/Türen da. 
Dann kam die Wäscherei, seeehr warm dort und solche Wäscheberge habe ich noch nie live gesehen, allerdings auch nicht solche riesen Maschinen, Trocker und "Bügeleisen" die ganze Betttücher gefressen haben. 
Schließlich ging es noch einmal quer durch dan Schiffsteil, in dem das Gepäck ankommt und verteilt wird und schon waren wir am Ziel. Der Küche. 
Ich habe mir denken können, dass es bei ein paar 1000 Leuten, die 5 Mahlzeiten am Tag bekommen schon ein paar Köche und sonstige Küchenmitarbeiter gibt. Aber es allein 105 Köche (davon 3 Frauen) und was weiß ich wieviel sonstiges Küchenpersonal. Sogar eigene Bereiche und extra-Köche, Geschirr, Geräte etc. gibt es für vegetarisch, glutenfrei... etc.
Netterweise hatten man uns dort schon kleine Häppchen und Getränke vorbereitet, sodass wir das Gelernte beim Essen nochmal durchgehen konnten.

Sonst gab es an diesem Seetag nicht viel zu fotogaphieren außer viel viel Wasser, Himmel, Wölkchen und irgendwo in der Mitte das Schiff. Der Regen und die Wellen habe sich zusammen mit meiner Seekrankheit verzogen, also der perfekte Tag zum rumliegen an der frischen Luft.



Montag, 1. Dezember 2014

Tag 3: Mallorca/Spanien

Früh morgens hatten wir noch richtig tolles Wetter auf dem Weg zum Hafen, ein par Wölkchen, aber sonst sehr hübsch.
Für der Deutschen 17. Bundesland habe ich keinen Ausflug gebucht, ich wollte die Insel auf eigene Faust erkunden und hatte die leichte Hoffnung, vielleicht ein Stückchen Strand zu sehen. Nun dem war dann letztendlich nicht so. Zum Einen war der Hafen nicht da, wo der Strand war...

 ... zum Anderen sollte das tolle Wetter leider nicht so lange wie gehofft anhalten.
Trotzdem war es toll und da wir relativ spät angelegt haben, war noch genug Zeit, um nach dem gemütlichen Frühstück - ich habe mich zwischenzeitlich schon sehr an Ei, Speck und Melone gewöhnt - auf meinem Lieblingsdeck 11 das Anlegen zu beobachten. 
Ein paar Schiffchen waren schon da. Einige Fähren, eine Aida (sooo klein) und die Diadema (die hat sogar eine Burg und ein Piratenschiff auf dem Deck!). Sofern ich richtig informiert bin, das zur Zeit größte Schiff der Flotte. Dagegen war die Aida wirklich winzig - selbst gegen unser Schiff.

Nach einem frühen Mittagessen bin ich also den Hafen erkunden geangen. Der war - im Gegensatz zu einigen anderen Häfen - gar nicht mal so hässlich. Gar nicht weit gab es auch eine Haltestelle für einen Hop-on-Hop-off Bus. Ein Doppeldeckerbus mit oben ohne Dach. Total toll. Man stöpselt Kopfhörer in den Bus, wählt seine Sprache und lässt sich oben den Wind um die Nase pusten während man interessante Fackten aufs Ohr bekommt.
Blöderweise dauert das mit dem Wind nicht lange, weil es ziemlich doll zu regnen anfing. Da war es aus mit oben ohne (Dach!!) fahren und nach einer Runde mit dem Bus bin ich auch schnell wieder aufs Schiff. Im Regen lässt sich nicht gut gucken, vor allem aber nicht on und off hoppen. 

Am Abend, kurz vor dem Ablegen hat es sich aber kurz noch ein bisschen beruhigt. So gabs eines der tollsten Panoramabilder wie ich finde. Links die Diadema, mittig die Aida und rundherum viele Lichter.
Hätte es nicht kurze Zeit später wieder angefangen zu regnen, hätte ich sicher noch mehr Bilder.
Das Abendessen haben wir noch im Hafen bekommen. Was sich für mich im Nachhinein auch als ziemlich gut herausgestellt hat. Nach der Ausfahrt aus dem Hafen hatte wir relativ schlechtes Wetter und somit auch hohe Wellen. Alles schwankte und die Leute liefen wie betrunken. Mein Versuch eines kurzen Abstechers auf Deck 11 war wegen des Windes, der die Türen zudrückte, nicht erfolgreich.
Das war auch der Abend, an dem ich seekrank wurde - das erste und zum Glück einzige Mal auf der Reise. Nach dem Theaterbesuch hatte es mich übel erwischt, aber ein paar Reisetabletten und ich habe geschlafen wie ein Baby bis zum nächsten Morgen - dem Seetag.