Montag, 26. Mai 2014

Woche 8: Rucksack

Oder wie ich ihn nenne:
Pleiten, Pech, Pannen und persönliche Abneigung

Ich fange mal von hinten an:
Das ist noch so eine ohne-sew-along-hätte-ich-das-nicht-genät-Tasche bzw. Rucksack. Und ich kann mich auch jetzt leider noch nicht mit ihm anfreunden. 
Zum einen sind Rucksäcke eh nicht so mein Fall, speziell relativ kleine Rucksäcke gar nicht. Zum anderen sehen kleine Rucksäcke bei mir irgendwie verloren aus. Der Versuch das etwas aufzulockern durch den "Querträger" ist auch gescheitert wegen "Brust kollidiert mit Träger" was doof aussieht und wahrscheinlich auf Dauer auch nicht angenehm ist.


Soviel zur persönlichen Abneigung, weiter gehts mit den Pannen.
  1. Trotz der diversen Hinweise in der Anleitung, dass die Teile GEGENGLEICH zugeschnitten werden sollten und ich voller Überzeugung mit stolz geschwellter Brust (ohne Querträger) davon ausgegangen bin, auf jeden Fall diesen Hinweis beim Zuschnitt befolgt zu haben... war das nicht der Fall und ich durfte nochmal ran.
  2. Beim zusammennähen haben Ober- und Unterteil überhaupt nicht zusammen gepasst und ich weiß immer noch nicht warum, ich hab wirklich genau geschnitten - sogar beim zweiten Mal. Mit ein bisschen tricksen konnte ich das aber retten.
  3. Ich habe bestimmt jede zweite Naht wieder trennen müssen, weil irgendwas nicht stimmte und teilweise habe ich einfach verkehrt genäht.
  4. Man beachte den Reißverschluss. Der aufmerksame Beobachter wird gemerkt haben, dass der Zipper bei geschlossenem Verschluss unten ist statt oben. Ist mir aber erst aufgefallen, als alles fertig war also läuft es unter künstlerischer Freiheit.

Jetzt zum Pech:
Ich war der Überzeugung noch viele von diesen Verstelldingern für Träger zu haben, insbesondere wollte ich das ganze noch mit Steckschloss am Gurtband schließen lassen, sodass man den Rucksack nicht immer über den Kopf "ausziehen" muss.  Die Tüte mit den 40 Steckschlössern, die ich ewig gesucht habe, habe ich dann gefunden.... nachdem der Rucksack gerade fertig war. Also habe ich Snaps im Abstand von ein paar Zentimetern angebracht, sodass der Träger verstellbar ist und man den Rucksack auch einfach ausziehen kann.

Alles in allem nicht meine beste Arbeit um nicht zur sagen PLEITE.

Deswegen habe ich alles hübsch verziert, wenigstens das gefällt mir, natürlich auch die Käferplage. Hoffentlich findet sich ein liebevoller Abnehmer für mein PPPP-Projekt.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Es werde Licht....

...oder eben auch nicht. 

Wenn z.B. alle Lampen auf einmal durchbrennen und draußen seit 4 Stunden Unwetterwarnung herrscht - was das Draußen aber noch nicht mitbekommen hat, außer Wolken und ein bisschen Regen ist nichts. Aber dunkel ist's, draußen und drinnen.


Das motiviert mich irgendwie nicht zum nähen, das motiviert mich irgenwie zu überhaupt nichts. 
Mal ganz davon abgesehen, dass ich drigend Lampen kaufen muss und ich eigentlich keine Zeit habe im Baumarkt nach Verkäufern - mit Ahnung und dem Elan das auch zu zeigen - zu suchen. 
Das sind natürlich auch keine Standart-Lampen. Wäre auch zu einfach.
Nein, das sind Lampen, die mein Onkel (gelernter Elekriker!!) auch nicht einfach mal so reingeschraubt hat, ewig gefummelt hat er bis da Licht raus kam.

Falls mich jemand sucht, ich sitze unmotiviert im Dunkeln.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Projekt Miniaturtaschen Teil 2

Nachdem ich dann heute doch noch mein Soll bezüglich Arbeit an der Kariere erfüll habe (auch wenn es wahrscheinlich eher unnütz ist), habe ich Projekt Minitasche weiter gemacht.

Ich habe also jetzt Tropfentasche in 50 %, 25 % und in irgendwas noch kleineres was ich mir nicht gemerkt habe weil ich so stolz war, mir schon so viele Zahlen gemerkt zu haben.

Allerdings ist es jetzt zu spät für mehr, also folgt die Fortsetzung morgen

Tasche, das Miniaturprojekt

Wieder diese Sache mit den Terminen, eigentlich habe ich ja was ganz anderes vor (z.B. an der Karriere arbeiten und Fragebögen ausfüllen) und eigenlich will ich auch das zeigen, was ich in letzter Zeit genäht habe abgesehen von den Taschen. Aber es soll nunmal eine Überraschung werden und der Feind liest mit.
Also neue Idee: Was passiert eigentlich, wenn ich die Taschen gaaaaanz winzig nähe? Ich habe doch so viel in der Restekiste.
Macht mich dieser kleine Maßstab wahnsinnig oder kann man tatsächlich was mit den Taschen anfangen?? 

Fortsetzung folgt...

Montag, 19. Mai 2014

Woche 7: Tropfentasche

Definitiv eine von meinen Favoriten. 
Besondere Taschen, denen man nicht direkt ansieht, was sie können reizen mich sowieso immer und dann hatte ich auch schon lange so eine Idee im Kopf mit einer Tasche, die durch Reißverschluss in der Große verstellbar ist. Die Tropfentasche kam gerade recht.

Trotz einer fiesen Rüsselseuche mit Fieber und Husten, die mich letzte Woche um diese Zeit vollständig im Griff hatte, habe ich es geschafft pünktlich fertig zu werden. Eine Woche unfreiwilliger "Urlaub" vom Schreibtisch hat doch was Gutes. Wenn man von dem allgemeinen Nebenwirkungen von Rüsselseuchen absieht.


Genäht ist sie recht schnell, selbst der Reißverschluss war prima einzunähen und gar nicht fummelig wie ich anfangs dachte. Bis auf den Verschluss der Aufsatztasche habe ich alles genäht wie in der Anleitung.
Die einzige Änderung, die ich nächstes Mal machen werde ist das Futter der Innentasche. Das ist mir nämlich zu steif und die Tasche ist schon ein bisschen voll wenn der Reißverschluss zu ist. 
Ich werde also außen füttern und die Innentasche ungefüttert lassen.


Alles in Allem finde ich sie aber toll. Ein bisschen Paspel, ein bisschen Käferplage und ein bisschen Webband und das Ergebnis überzeugt mich.



Montag, 12. Mai 2014

Woche 6: Klappentasche

Halbzeit. Unglaublich wie schnell die Wochen vergehen.

Die Klappentasche also. Die finde ich richtig gut, das ist mein Taschenstil. Da passt was rein und man kann sie über der Schulter tragen und hat die Hände frei.

Genäht natürlich mit der obligatorischen Käferplage (ich liebe den Stoff einfach), dazu Punkte, Punkte und noch mehr Punkte - selbst die Paspel kommt nicht ohne Punkte aus.


Als Verzierung ein Monsterkäfer, geplottet mit meinem Geburtstagsgeschenk von vor ein paar Monaten. 



Bisher habe ich immer nur mit Papier oder Stoff gearbeitet und den ausschneiden lassen. Der Käfer ist auf die Schnelle von mir als Testobjekt gemacht. Eine Alternative zur Sticki ist es nicht finde ich, aber eine tolle Ergänzung. 

Innenfächer gibt es in der Klappentasche natürlich auch, Webbänder um die Nähte der Träger zu verdecken und geschlossen wird mit einem Steckschloss (die ich mal für Geldbörsen gekauft habe, die sich dann aber als riesig herausstellten). 




Am Wochenende habe ich noch viel mehr geplottet aber das kann ich leider (noch) nicht zeigen, weil das eine Überraschung werden soll und die liebe Anja liest mit, bzw. darf ja sogar hier schreiben.

Außerdem gibt es in nächster Zeit viele Babysachen, nicht nur für die Schwester von meinem Lieblingsbaby sondern auch noch für meine zukünftige neue kleine Lieblingscousine oder meinen neuen kleinen Lieblingscousin. Ich freue mich riesig!!! Vielleicht bekomme ich so die Gelegenheit mal für einen Jungen zu nähen nach den ganzen Mädels - aber noch eins von denen nehme ich natürlich auch.

Montag, 5. Mai 2014

Woche 5: Kosmetiktasche

WOW Woche 5 schon...

Naja, was soll ich zu der Kosmetiktasche sagen:
Ich mag sie nicht, wirklich nicht. Die Falten kommen nicht richtig zur Geltung, sie ist mir zu wabbelig und... ich mag sie nicht und sie gefällt mir einfach nicht.
Außerdem ist mir keine Idee gekommen, wie ich den Schnitt individuell ändern kann.



Ich bin so gespannt, wie die anderen Taschen aussehen, auf die ganzen Ideen und vielleicht finde ich ja doch noch Gefallen an dem Schnitt.

Ach ja, innen herrscht Käferplage, wenigstens auf die konnte ich nicht verzichten.

Sonntag, 4. Mai 2014

Markttasche die 2. oder...

... meine ultimativgenialwundervolle Kreuzfahrttasche - zum angeben auf dem Schiff.

Kennst Du das?
Eigentlich solltest Du etwas anderes tun.
Eigentlich solltest Du Dich vorbereiten, etwas zusammenstellen.
Eigentlich solltest alles tun - nur nicht nähen.
Weil eigentlich hast Du einen Termin/etwas vor/einen ganz anderen Tages-/Abendplan.
Einen Termin, den Du schon einmal verschoben hast.
Weil Du nicht vorbereitet warst.
Weil Du, anstatt Dich vorzubereiten, genäht hast.

Und was tust Du in dieser Situation?
Du nähst!
Weil die Ideen sich in Deinem Kopf überschlagen.
Weil die alle so toll sind - in Deinem Kopf.
Weil Du unbedingt das Ergebnis sehen willst.
Weil... es einfach Spaß macht - und stolz.

Tja und so habe ich jetzt eine zweite Markttasche.
Beim gucken und lesen der vielen tollen anderen Taschen musste ich einfach ein paar Ideen adoptieren und zusammenführen und so mein erstes Exemplar verbessern.

Insbesondere genial fand ich die Idee von Marlies mit dem Tunnelzug der die Tasche verschließt, das offene fand ich sowieso nicht so gut, hatte aber keine Idee, wie es besser geht.





Oder aber von denen, die die Aufsatztasche als Baguetttasche genäht haben - das waren ja einige - da hätte ich auch selbst drauf kommen können. Ein Baguette habe ich gerade nicht da, dafür eine Gurke mit den Maßen eine Baguettes. Also Premiere für die Gurkentasche.



Was liegt näher, als als Thema für eine ultimativgenialwundervolle Kreuzfahrttasche das Thema Meer zu wähen?
Also habe ich den Schnitt in drei Teile unterteilt, den Meeresboden, das Meer und den Himmel. Verziert mit maritimen Stickis aus meinem Fundus und Häkelei von Anja (die eigentlich für eine andere Tasche waren, aber da leider nicht zum Einsatz kommen sollten).

Mehr Meer-Webband gibt es auch, dazu die Aufsatztasche als Baguetttasche aus Möwenstoff. Den Möwenstoff-Rest hat mir eine alte liebe Freundin vermacht und ich wusste lange nicht, was ich damit tun sollte, zumal es wirklich nur ein kleiner Rest war und ich die Aufsatztasche schon stückeln musste, sieht man aber nicht.

Ich finde auf der Tasche passt der Stoff wie A... auf Eimer.
Natürlich ein Schlüsselband - wahlweise auch für das Portmonee ("neue" Rechtschreibung sieht immer noch komisch aus).


Zum verschließen Tunnelzug, oder der Nachthimmel und innen ist die Tiefsee - mit Extratasche für Kleinzeug. Dazu auf der anderen Innenseite Knopflochgumme und Knöpfe in verschiedenen Abständen z.B. für Getränkeflaschen die besser stehen sollten oder was mir sonst noch so einfällt.


Innen natürlich noch ein Schlüsselband.

Habe ich was vergessen?
Ach ja, oben Schrägband - in gelb - Sonnenschein natürlich. Paspeln rundherum und an den Seiten oder aber grüne Algen.

Und dann gibt es noch Halloween-Garn.... das flo...fluo...fluore...leuchtet im dunkeln. Damit habe ich alle weißen Teile gestickt.



Z.B. den Rettungsring. Leider sieht man das nicht so gut auf den Fotos.

Anja meinte schon, ich werde dann in meiner Kabine sitzen und mich gruseln weil ich bis dahin vergessen habe, dass die Tasche leutet und warum die Tasche leuchtet.

Allerdings weiß ich jetzt wieder, warum ich für mich selten so etwas aufwändiges nähe. Das hat jetzt von Idee bis fertig eine Woche gedauert.

Noch gut 6 Monate...